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Abstand


Darf ich Sie nach Europa einladen?

Peter Hilderink, Hogeschool Zuyd
Seit Bologna sind die europäischen Grenzen noch mehr geöffnet. Das Ideal eines vereinigten Europas ist nun auch im "Unterrichtsland" näher gerückt.

Für den Bereich der Medizinalfachberufe bedeutet Bologna einen langen Weg zur Europäischen Gemeinschaft, der bisher durch große Unterschiede gekennzeichnet ist. Wenn man die Nachbarn Deutschland und die Niederlande vergleicht, stellt man fest, dass in Deutschland die Ausbildung 3jährig auf Berufsfachschulniveau nach einem staatlich vorgeschriebenen Ausbildungsgesetz geregelt ist. In den Niederlanden wird das Berufsziel des/der Logopäden/in, des/r Physiotherapeuten/in oder des/r Ergotherapeuten/in auf Fachhochschulebene als vierjähriges Bachelorprogramm studiert. In der inhaltlichen Gestaltung sind die Fachhochschulen kaum an staatliche Vorgaben gebunden. Es gibt gute Anbindungen an Universitäten, d.h. es kann noch ein Masterstudium angeschlossen werden. Könnten die Unterschiede größer sein?

Eine Form ist die schon praktizierte "drei plus eins" Ausbildung. Nach deutschem Recht Examinierte studieren noch eineinhalb Jahre in Vollzeit oder drei Jahre in Teilzeit, z.B. in den Niederlanden, um den Bachelor zu erreichen. Gibt es etwas Besseres?

Ja! Die Ausbildung in Kooperation zwischen der Hogeschool Zuyd und den anderen EPEPE-Partnern ist anders und einzigartig. Das Curriculum ist von Anfang an auf beide Länder abgestimmt. Außerdem erarbeiten die Studierenden ihr Wissen nach der Methode des Kompetenzlernens.

Wenn man die Berufsbilder des/der Logopäden/in, des/r Physiotherapeuten/in oder des/r Ergotherapeuten/in oder anderer Berufe z.B. im Pflegebereich auf europäischer Bachelorebene weiter entwickeln will, muss man damit aber schon im ersten Ausbildungsjahr beginnen. Die Kooperationspartner und die Hogeschool Zuyd in Heerlen tragen grenzüberschreitend zu der europäischen Einigung und zu der Qualitätssteigerung dieser Ausbildungen mit einem konkreten Programm bei. Dafür möchte ich auch Sie begeistern.

Peter Hilderink, Arzt
Direktor Fakultät Gesundheit & Technik
Hogeschool Zuyd
Heerlen, Niederlande